27.12.2020 Ein bisschen Winter

In den Höhenlagen der Mittelgebirge hat es die letzten Tage geschneit. Die Temperatur fiel in der Nacht so tief, dass sich auf dem kleinen Teich im Garten eine dünne Eisschicht bilden konnte. Schnee ist hier aber keiner liegengeblieben, wenn überhaupt welcher gefallen war. Das Eis in der Mitte hält sich noch wacker und an den getauten Rändern finden sich die Vögel zum Trinken ein. Finken und Meisen und wenn sich eine Amsel an der Wasserstelle nieder lässt, fliegen sie auseinander, setzen sich in die Sträucher, die das Ufer umsäumen und beobachten von dort die Lage. Sobald die Luft wieder rein ist, stellen sich die Vögelchen, eines nach dem anderen, aufs Neue am Ufer ein.
Der Winter ist dieses Jahr bei weitem nicht so streng, dass die heimischen Vögel leiden müssen. Trotzdem ist gleich neben dem Teich aus alter Gewohnheit ein großes Vogelhaus errichtet und mit Futter wohl gefüllt. Sollten im Januar, der früher Hartung oder Hartmonat hieß, wahrscheinlich, weil es in der eisigen Jahreszeit hart war, zu überleben, sollten also Frost und Schnee hereinbrechen und den gefiederten Freunden die Nahrung in Wald und Flur verwehren, dann werden sie wissen, wo ein Plätzchen zum Überwintern und zum Überleben ist.

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